Kurzbeschreibung: Was hat Sie zu dieser Geschichte inspiriert? Wann war Ihnen klar, dass Sie sie aufschreiben müssen? Die Idee zu der Geschichte kam im Sommer 2020 an einem Sonntagnachmittag. Wir wohnen in einem Dorf, und normalerweise ist es an solchen Tagen immer sehr ruhig. Aber an diesem Nachmittag hörten wir plötzlich lautstark ein Lied von Bill Ramsey – „Wumba-Tumba Schokoladeneisverkäufer“. Schnell erschloss sich uns, dass es doch tatsächlich ein Eisverkäufer war, der die Straße mit seinem Wagen entlangkam. Der Idee lag wohl Corona zu Grunde – kommt die Kundschaft nicht zum Eis, kommt das Eis eben zur Kundschaft. Der Eiswagen erfreute sich sogleich großer Beliebtheit, und er fährt auch heute noch in den Sommermonaten über die Dörfer. Mich hat der Wagen an jenem Sonntag dazu inspiriert, mich mit der Geschichte von Eis auseinanderzusetzen, und ich begann, Schoko- und Stracciatella Eis essend, mich mit der Historie von Eiscreme in Deutschland zu beschäftigen. Wie viele reale Begebenheiten verstecken sich im Buch? Inspiriert ist die Geschichte von Josef Pankofer, der in Deutschland das Eis am Stiel bekannt machte. Er hat sein Geschäft damals tatsächlich in München geführt und sein Eis am Stiel anfangs in einem kleinen Laden verkauft. Es wurde rasch zu einem Verkaufsschlager und er begann, Kioske und Geschäfte in München mit Kühltruhen auszustatten, damit dort sein Eis auch geführt werden konnte. Er war ein Pionier auf dem Gebiet des „Steckerl-Eis“. Die Firma Schöller hat sein JOPA-Eis später auch lange in Lizenz verkauft. Wenn man ältere Mitbürger fragt, können sie sich alle noch an das JOPA-Eis erinnern. Die Marke gibt es heute jedoch nicht mehr. Was hat Ihnen beim Schreiben besonders Spaß gemacht? Gibt es Charaktere, die Ihnen besonders am Herzen liegen? Mir hat die Reise in meine bayerische Heimat großen Spaß gemacht. Ich liebe München und habe auch jahrelang in der Stadt gearbeitet. Es war großartig, die Stadt durch meine Recherche ein Stück weit neu kennenzulernen, aber auch viel Altbekanntes zu finden. München mit seinem Viktualienmarkt, dem Oktoberfest, den Biergärten, dem Hofbräuhaus, ist schon etwas ganz Besonderes. Mir hat es großen Spaß gemacht, ein wenig in Dialekt schreiben zu dürfen, denn Personen wie Ludwig oder Fanny können kein Hochdeutsch sprechen, sonst wären sie einfach nicht authentisch gewesen (ich habe es aber natürlich etwas angepasst, damit es hoffentlich jeder beim Lesen gut versteht). Ludwig und Fanny sind mir mit ihrer urbayerischen Art sehr ans Herz gewachsen, aber natürlich auch all die anderen Personen, allen voran die Familienmitglieder der Pankofers. ..
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