Kurzbeschreibung: Virginia, wie bist du an Sybils Geschichte in "Die Briefeschreiberin" herangegangen? Gab es eine reale Person, die dich inspiriert hat? Und warum hast du gerade Briefe als erzählerisches Mittel gewählt? Ich hatte damals eine Frau kennengelernt, deren Haus ich kaufen wollte. Während der Besichtigung verbrachten wir etwa eine Stunde im Gespräch. Sie war eine faszinierende Persönlichkeit – alleinlebend, verwitwet, ihre Kinder längst erwachsen. An den Wänden hingen beeindruckende Kunstwerke, Musik spielte, und überall standen schöne kleine Dinge, die sie im Laufe ihres Lebens gesammelt hatte. Während wir redeten, ließ sie hin und wieder kleine Details aus ihrem Leben fallen, wie Brotkrumen auf einem Weg. Ich fand sie liebenswert, klassisch, voller Tiefe. Diese Begegnung hat die Saat für Sybil gelegt und letztlich für dieses Buch. Kurz davor hatte ich "84, Charing Cross Road" von Helene Hanff gelesen und war begeistert vom Briefroman-Format. Ich wollte ausprobieren, ob es für meine Geschichte funktioniert. Für die meisten Geschichten wäre diese Form vielleicht nicht passend – aber für "Die Briefeschreiberin" war sie genau richtig. Man sagt, du hättest Teile des Romans im Kleiderschrank geschrieben. Wo schreibst du am liebsten? Versteckst du dich beim Schreiben, so wie Sybil sich hinter ihren Briefen verbirgt? Und wie verhält sich das zu dem Mut, den es braucht, um ein Buch mit der Welt zu teilen? ..
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