Kurzbeschreibung: Glauben Sie, viele Frauen ihrer Generation stehen vor einer ähnlichen Herausforderung? Ich finde nicht, dass das eine Generationenfrage ist. Wir neigen doch alle dazu, uns immer wieder in Gewohnheiten und Routinen einzurichten, und ich halte das für sehr menschlich und nicht vom Alter abhängig. Aber wenn mir durch ein unerwartetes Ereignis plötzlich sämtliche – oder zumindest ein paar grundsätzliche – Gewissheiten abhandenkommen, liegt darin auch eine Chance, mein Leben mal anders zu gestalten. Natürlich ist so eine Herausforderung mit dreißig oder vierzig leichter zu bewältigen als mit Ende sechzig. Aber Marlene kriegt es hin! Erst als der Klempner Jack spontan bei ihr einzieht, kann sie sich ihm öffnen. Braucht es manchmal die Menschen von außen statt denen, die uns am nächsten stehen? Ganz sicher braucht es die, sowohl im richtigen Leben als auch in guten Geschichten. Außenstehende haben mit dem Problem nichts zu tun, deswegen fällt es vielen Menschen leichter, sich ihnen anzuvertrauen. Das kann im Gespräch bei einer zufälligen Begegnung passieren oder auch, indem professionelle Unterstützung gesucht wird, etwa von einer Therapeutin oder einem Coach. Und in einer guten Geschichte darf es auch ein Klempner sein, den man selbst gerufen hat, natürlich ohne zu ahnen, dass er ein ehemaliger Schüler ist, der überdies noch fantastisch kochen kann. Ich glaube, das passiert einfach. Vielleicht liegt es an meiner Art, wie ich von Menschen erzähle und von den Dingen, die sie tun. Ich mag diese stille Komik, die sich in so vielen kleinen alltäglichen Absurditäten zeigt, und eben auch in tragischen Momenten. Und ich habe großen Respekt vor Trauer, ich bin überhaupt nicht dafür, sie wegzulachen. Meistens reicht es, den Schmerz in Dialogen und Handlungen für sich sprechen zu lassen – und das Komische darf dann auch ein bisschen mitreden. Aber leise. ..
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