Kurzbeschreibung: Was hat dich dazu inspiriert, „30 Women“ zu schreiben? Nach einem Abend mit meinen Freundinnen, spazierte ich in einer Sommernacht noch ein bisschen durch Hamburg, lief zu Fuß nach Hause und dachte darüber nach, wie sehr mich ein paar Stunden mit diesen Frauen immer wieder inspirierten, pushten, wie viele neue Gedanken sie in eine Welt brachten, wie viel wir teilten, miteinander erlebten und welchen Einfluss wir aufeinander haben. Ich dachte darüber nach, wie oft wir immer hören oder gesagt bekommen, dass es die Männer sind, die uns beeinflussen, unsere Beziehung zu ihnen, die Jagd oder das Warten auf den Einen, der dann alles in uns noch einmal umwerfen oder verändern soll. Dabei sind es die Frauen um uns, mit denen wir wachsen, mit den wir lernen. Mit denen wir mutig sind, bei denen wir Halt oder Erklärungen suchen, bei denen wir uns sicher fühlen oder von denen wir herausgefordert werden. Wir – sind ein Querschnitt der Frauen, mit denen wir uns umgeben, wir sind nicht die Geschichte, die ein Mann erst noch für uns schreiben muss. Was erwartet die Leser*innen? 30 Geschichten, über 30 Frauen, die auf ihre ganz eigene Art mein Leben bereichert haben. Einige von ihnen haben mich inspiriert, auf meinem Weg begleitet, andere haben ihn erschwert und wieder andere, habe ich nur ein paar Momente lang kennengelernt. Ich werde in diesem Buch erwachsen, ich verliebe mich, verliere mich, ich versuche herauszufinden, wer ich sein will – und bin dabei von vielen starken Frauen umgeben. Die meisten der Kapitel sind hochemotional und du legst viel aus deinem privaten Leben und deinen persönlichen Erfahrungen offen. Wie schwer ist dir das gefallen? Oder war es vielleicht sogar leicht, eine Art „Befreiung“? Das Buch war ehrlich gesagt wie eine Therapie mit mir selbst – und vielleicht bisher mein ehrlichstes und vor allem verletzlichstes. Ich gehe noch einmal an so viele Stationen meines Lebens zurück, schaue noch einmal genauer hin, fühle zum Teil Dinge, die ich mit 14 oder 16 noch gar nicht fühlen konnte oder wollte. Viele Kapitel waren für mich, während ich sie geschrieben habe, wie eine zweite Chance, würde ich es heute wieder so machen? Würde ich anders reagieren? Was würde ich Vergangenheits-Lina sagen wollen, wenn ich gerade könnte? Das hatte auf jeden Fall etwas sehr befreiendes. Als das Buch fertig war, hatte ich das Gefühl bei mir angekommen zu sein. Die guten Momente nur noch mehr zu schätzen, zu erinnern – und die negativen vergeben oder aber einfach verbl ..
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