Kurzbeschreibung: Jessica Blair erwacht in einem muffigen Motel. Bis auf ein paar Habseligkeiten besitzt sie nichts; nicht einmal mehr ihre Erinnerungen. Die einzigen Hinweise auf ihre Identität sind ein Busticket in das "Königreich der Träume" und ein Name, den jemand mit Lippenstift auf ihren Badezimmerspiegel geschrieben hat. Während der Busfahrt stößt sie auf hysterische Fans der Träumerin, eine weltberühmte Attraktion, die ihre Träume in die Realität zu holen vermag.Jessicas Sitznachbar Dave, der Gardist im Königreich der Träume, spricht von wundersamen Traumgestalten und Magie, die Jessi in der Stadt erwarten, doch statt Einhörnern und Prinzessinnenkleidern begegnet sie wahrgewordenen Alpträumen, die sie zu jagen beginnen. Dave ist der Einzige, der sie durch die vorapokalyptische Stadt in ihr vergessenes Leben geleitet.Fantasy-DystopieBeim "Königreich der Träume" handelt es sich um KEINE Roman-Reihe, sondern um ein achtteiliges Serial. Alle Episoden sind in dieser Gesamtausgabe enthalten.Leseprobe»Jey!«, rauscht es in meinen Ohren. In der Nähe höre ich das leise Knistern eines Funkgeräts.»Verstanden«, antwortet eine bekannte Stimme. »Sie lebt noch, ist aber im Haus eingeklemmt."»Wie stark ist ihre Verletzung?«, fragt die Stimme aus dem Funkgerät.»Kann ich nicht sagen.« Er spricht leise und sachlich, dann lauscht er dem Funkspruch und bestätigt diesen. In der Leitung erklingt ein leises Knacken, dann ist wieder nur die Sirene zu hören.»Jey, kannst du mich hören? Ich bin’s, Dave!«Dave?Ich schirme meine Augen mit der Hand vom Lichtkegel ab und spüre, dass ich Blut in meinem Gesicht verschmiere. Das muss aus einem Schnitt kommen, den ich mir beim Sturz aus dem Fenster zugezogen habe.»Dave«, krächze ich leise.»Nicht überanstrengen, ich versuche, dich rauszubekommen. Bist du schwer verletzt? Hast du starke Schmerzen? Nicke nur oder schüttele den Kopf. Beweg deinen kleinen Finger. Irgendetwas!«Es ist nun an der Zeit, dass ich meine Lage neu bewerte. Ich sehe hoch zu meinem schlaffen Körper. Noch immer hänge ich mit einem Bein im Fenster fest. Mein Kopf fühlt sich an, als wäre mein komplettes Blut hineingeflossen. Es fällt mir schwer, meine Hände hoch zu halten, immer wieder fallen sie einfach entkräftet herunter und baumeln mit den Fingern zur Straße.Plötzlich verschwindet das Licht und ich bin wieder allein.»Dave?«, frage ich unsicher und habe das Gefühl, zurückgelassen worden zu sein.»Wo bin ich?«, flüstere ich.In der Nähe höre ich ein Haus einstürzen und irgendwo in der Ferne gibt es eine Explosion. Ich bin in einem verdammten Krieg! Die Wolken! Sie explodieren wie in meinem Erinnerungsfetzen.Die wenige Kraft, die ich noch in meinen Muskeln anzapfen kann, mobilisiere ich dazu, meinen Oberkörper hochzuziehen und mich am Fensterrahmen festzuklammern. Doch was jetzt? Aus dieser Haltung kann ich nur noch wieder in meine Hängeposition fallen und meine Muskeln zittern bereits vor Anstrengung.Es dauert eine Weile, dann spüre ich, dass jemand meine Arme packt. Es ist Da ..
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