Kurzbeschreibung: Ihr Roman schafft es, authentisch von unserer Angst vor dem Älterwerden zu erzählen und dabei auch das Positive daran aufzuzeigen. Was genau gewinnen Frauen im Alter? Am Anfang des Romans hadert meine Protagonistin Johanna damit, für Männer langsam unsichtbar zu werden. Im Laufe der Geschichte erinnert sie sich, dass es als junge Frau oft Momente gegeben hat, in denen sie sich gewünscht hätte, eben nicht sichtbar zu sein. Weil das permanente Ausgesetztsein von Blicken auch sehr anstrengend und belastend sein kann. Johanna beginnt dann irgendwann, das Positive an dieser Entwicklung zu sehen: Wenn keiner mehr hinschaut, kann man endlich nur noch das machen, was man will. Die Hauptfigur Johanna beobachtet täglich, wie sie nicht nur älter wird, sondern sich auch ihr Verhalten gegenüber jüngeren Frauen ändert. Warum fällt es Frauen im Alter oftmals schwer, solidarisch mit der jüngeren Generation zu bleiben? Ich erinnere mich sehr gut an einige Situationen als junge Frau, in denen mich ältere Frauen haben links liegen lassen, mich nicht geschützt oder mir sogar absichtlich ein schlechtes Gefühl gegeben haben. Erst sehr spät kam mir in den Sinn, dass das vielleicht etwas mit Konkurrenz oder fehlender Solidarität zu tun hatte. Vielleicht aber waren es genau diese Erlebnisse, die mich heute besonders darauf achten lassen, wie ich mich gegenüber jungen Mädchen verhalte. Ich will offen sein, ermutigen, Mitgefühl zeigen und im Notfall eine Anlaufstelle bieten. Über die kosmetischen Eingriffe, die Johanna an sich machen lässt, kommt es zum Bruch in der Familie. Sie selbst sind Mutter einer Tochter. Wie blicken Sie auf Schönheit und Vergänglichkeit – und auf die Vorbildfunktion von Müttern? Jede Frau entscheidet selbst, welche Art von Vorbild sie sein will, auch im Umgang mit Schönheit und Vergänglichkeit. Wichtig ist lediglich, dass ihr diese Vorbildrolle bewusst ist. Die Liebe zu einem Kind stattet Eltern mit einem sehr guten Kompass aus. Dass ich mir die leidige Sorgenfalte habe wegspritzen lassen, kann ich gut vertreten. Wenn ich mich frage, mit welchem Frauenbild ich mir wünsche, dass mein Kind aufwächst, ist es ganz leicht, bestimmte Entscheidungen zu fällen. ..
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