Kurzbeschreibung: Liebe Rena Rosenthal, Ihre große Saga »Die Hofgärtnerin« geht weiter. Vor welchen neuen Herausforderungen steht Ihre Protagonistin Marleene? Marleene und Julius wurden aus der Hofgärtnerei verbannt und stehen nun vor dem Nichts. Dennoch wollen sie kämpfen und versuchen, eine eigene Gärtnerei aufzubauen. Eine eigene Gärtnerei aufzubauen, ist alles andere als einfach. Was brauchte es damals, um erfolgreich zu werden? So genau wusste das damals keiner, denn auch wenn die Gegend um Oldenburg heute ein absolutes Baumschulgebiet ist, aus dem die ganze Welt beliefert wird, gab es im 19. Jahrhundert nur vereinzelte Gärtnereien. Keiner wusste damals, was funktioniert und was nicht. Für jegliche Unternehmen war es jedoch hilfreich, das Prädikat des Hoflieferanten zu bekommen, denn der Großherzog gab sich nur mit dem Besten zufrieden. Auch meine Protagonisten haben das Ziel, dieses Privileg zu erobern – doch leider sind sie nicht die einzigen, die versuchen, den heiß begehrten Titel der Hofgärtnerei zu ergattern. Auch das Thema der Frauenbewegung wird wieder eine Rolle spielen. Wofür setzen sich Marleene, Frieda und einige der anderen weiblichen Figuren in Ihrem Roman ein? Es gab damals, je nach sozialem Hintergrund, verschiedene Strömungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Marleene und Frieda als Arbeiterinnen geht es vor allem um Gleichberechtigung im beruflichen Umfeld, denn beispielsweise haben Frauen damals nur einen Bruchteil dessen verdient, was Männer verdient haben. Gleichzeitig wurde erwartet, dass sie gleich nach der Geburt wieder arbeiten gingen, Mutterschutz und Kindeswohl waren Fremdwörter. Dorothea aus dem bürgerlichen Umfeld hingegen setzt sich für gleiche Bildungschancen und das Recht auf Erwerbsarbeit ein. Man hat es damals als vertane Liebesmüh empfunden, Mädchen das Abitur machen zu lassen. Generell wurde es nicht gern gesehen, dass Frauen arbeiten gingen, und es gab nur wenige Berufe wie den der Lehrerin oder Krankenschwester, die ihrer Schicht überhaupt offenstanden. Neben all den wunderbaren Charakteren aus dem ersten Band gibt es nun einige weitere spannende Figuren. Können Sie schon verraten, wer uns erwarten wird? Es wird diesmal vermehrt Einblicke in das ländliche Leben von damals geben und man lernt vor allem die quirlige Alma, die Tochter eines Großbauern, kennen. Sie teilt die Begeisterung vieler Leser*innen für eine ganz bestimmte Buchfigur, die eigentlich gar nicht so viel Raum einnehmen sollte, diesen aber wie von selbst fü ..
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