Kurzbeschreibung: Tilda wollte nur eins: unsichtbar werden. Nach ihrem spektakulären Live-Zusammenbruch als Wetter-Moderatorin flüchtet sie nach Sylt. Vier Wochen Erdbeerpflücken, weit weg von Kameras und peinlichen Memes.Doch ein Missverständnis bringt alles durcheinander: Plötzlich soll sie die Fake-Freundin von Hofbesitzer Matthis spielen, um dessen Hof zu retten.Was als einfache Abmachung beginnt, wird schnell kompliziert, vor allem, als echte Gefühle ins Spiel kommen.Eine warmherzige Romantic Comedy über Sommer, Meeresrauschen, peinliche Wahrheiten und die Erkenntnis, dass Liebe wie Sylt-Wetter ist: unberechenbar, aber wunderschön.Die Bände der Meerverliebt-Reihe können unabhängig voneinander gelesen werden und erzählen jeweils ihre eigene abgeschlossene Geschichte.Leseprobe:„Kommst du?“ Er öffnete die Fahrertür und warf mir einen knappen Blick zu.„Ja, sicher.“ Schulterzuckend umrundete ich den Pick-up und kletterte auf den Beifahrersitz. Matthis setzte den Blinker und lenkte vom Bahnhofsvorplatz auf die Straße. Für einen Moment ging alles nur stockend voran. Taxis, ein Reisebus und jede Menge Radfahrer. Westerland mit seinen Cafés und schicken Läden glitt an mir vorbei. Allmählich wichen die Häuser zurück und wir fuhren durch eine offene Landschaft mit reetgedeckten Häusern, sanften, mit von Strandhafer bewachsenen Dünen, Schafen und Wasserflächen, in denen sich die Wolken spiegelten.„Wow, Sylt scheint wirklich so ein Traum zu sein, wie alle sagen.Und es ist ganz schön was los hier.“ Ich deutete auf einen Holzbohlenweg, der sich neben einem Parkplatz durch die Dünen schlängelte. Familien schleppten Picknickkörbe und Luftmatratzen an den Strand. Kinder hüpften barfuß über die Bretter, als könnten sie es nicht erwarten, ans Meer zu kommen. Jemand balancierte ein Surfbrett über dem Kopf. „Vielleicht schaffe ich es ja auch mal, surfen zu gehen. Das wollte ich schon immer mal probieren“, sagte ich versonnen.Keine Reaktion. Seltsam. Vielleicht hatte er mich nicht gehört, weil der Motor so laut rumorte?„Wie war denn die Ernte bis jetzt? Bist du zufrieden?“ „Geht so.“Wow. Ein ganzer Satz, bestehend aus zwei Worten. Das schien eine ziemlich einseitige Unterhaltung zu werden.Ich ließ den Blick über die Landschaft wandern. Automatisch hielt ich nach etwas Ausschau, das nach Feldern, Folientunneln oder irgendetwas Rotem zwischen dem ganzen Sandgelb und Grün aussah. Nichts. Nur Weite, Dünen und Himmel. „Also“, begann ich, weil die Stille zwischen uns langsam so dick wurde, dass man sie hätte in Scheiben schneiden können, „ich sehe hier noch keine einzige Erdbeere. Nicht mal eine sehr kleine. Und mit Sylt verbindet man ja eher Fischbrötchen, Strandkörbe und diesen Wind, der einem pausenlos die Haare ins Gesicht peitscht.“ Ich redete einfach drauf los, aber irgendwie musste ich ja das Eis zwischen uns brechen. „Sicher, dass du mich nicht heimlich zu einem Fischbrötchenstand bringst?“ „Nö“, brummte er.Ich warf ihm einen kurzen Seitenblick zu. „Oder zu so einem Krabbenkutter ..
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