Kurzbeschreibung: Wie würden Sie Ihren Roman in einem Satz beschreiben? Ein skurriler Mordfall voller Verwechslungen, ein vermeintlich idyllisches finnisches Landstädtchen und eine Handvoll schräger Charaktere sind in „Weißglut“ die Zutaten für einen Krimi voller nordischer Spannung. Was macht Ihnen am meisten Spaß, wenn Sie mit der Arbeit an einem neuen Buch beginnen? Ich habe Spaß daran, die Geschichte im Kopf wachsen zu lassen. Wie ein großes Puzzle, das man gedanklich zusammenfügt. Und je nachdem, mit welchen Teilen man dies tut, kommen andere Bilder dabei heraus. Erstaunlicherweise bereitet mir diese kleinteilige Vorarbeit – denn das eigentliche Schreiben beginnt für mich erst, wenn die Geschichte steht – enorme Freude, obwohl mir für haptische Puzzlespiele völlig die Geduld fehlt. Woher kam Ihnen die Idee zu „Weißglut“? Wie wurden Sie inspiriert? Meine Frau ist Finnin. Ich bin daher regelmäßig in Finnland, und nichts ist entspannender, als dort Zeit in einem Landhäuschen, mökki genannt, zu verbringen. Nur wenige Meter vom Seeufer entfernt, genieße ich dann die Einsamkeit des Waldes. In der Nachbarschaft von Blaubeeren und Braunbären. Doch was, wenn sich solch ein Wohlfühlort jäh als Schreckensszenario entpuppt? Ausgelöst durch eine Kleinigkeit, eine simple Verwechslung etwa. Das war die Ausgangsfrage für „Weißglut“. Wussten Sie von Anfang an, wie sich die Geschichte entwickeln soll, oder hat sich das erst beim Schreiben ergeben? Bevor ich die erste Zeile des Krimis tippte, hatte ich die gesamte Geschichte bereits vorskizziert. Natürlich ergeben sich während des Schreibens immer noch Änderungen, auch gänzlich neue Ideen und Figuren, doch grundsätzlich wusste ich stets, wie sich die Geschichte entwickeln soll. Wobei mich am Geschichtenende dann eine Wendung selbst sehr überrascht hat. Aber mehr verrate ich nicht. Den Leser*innen welcher anderen Autorinnen und Autoren oder welcher anderen Romane würden Sie Ihr Buch ans Herz legen? „Weißglut“ kann man vielleicht als eine Mischung aus Jo Nesbo („Der Auftrag“) und Arto Paasilinna („Im Wald der gehenkten Füchse“) beschreiben, daher lege ich mein Buch allen ans Herz, die nordische Spannung mit einem bisweilen humorvoll-bissigen Unterton mögen. ..
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