Kurzbeschreibung: Wie kamen Sie zum Schreiben und warum ausgerechnet Ostseekrimis? Von klein auf begleiten mich selbsterdachte Geschichten. Aufgeschrieben habe ich sie nie. Zu groß war der Respekt vor dem Können all der wunderbaren Autor*innen, deren Werke ich nur zu gern verschlinge. Als ich mit dem Plot zu „Letzte Spur Ostsee“ begann, wollte ich wissen, ob es mir gelänge, komplexe Handlungsstränge so zu verweben, dass sie am Ende alle Kriterien eines Krimis erfüllten, ihr Entwirren weder Fragen noch Kritik hinterließ. Eine Veröffentlichung hatte ich damals nicht im Sinn. Doch dann entdeckte ich, wie erfüllend das Schreiben ist, bekam die Chance und nutzte sie. Die Nord- und Ostseeküsten waren schon immer Sehnsuchtsorte. Ich durfte in vielen Regionen zu Gast sein. Daher ergab sich die Frage nach dem Ort der Handlung fast wie von selbst. Wonach suchen Sie die Handlungsorte aus? Mein Entschluss, die Geschichten an real existierenden Orten spielen zu lassen, birgt Chancen wie Risiken. Von Vorteil ist, dass ich sie auf eine echte Basis stellen kann, auf eine Historie, die die Region geprägt hat. Andererseits ist gründliche Recherchearbeit unabdingbar. Ich mag sie, lerne viel und staune immer wieder über Ungeahntes aus Gegenden, die ich schon oft besucht habe. Um so authentisch wie möglich zu sein, versuche ich stets einen Ort zu finden, dem man meine fiktive Handlung abnimmt. Da es so viele großartige Städte und Dörfer an der Ostsee gibt, muss ich nie lange suchen. Warum eine Journalistin und wohin wird die Reise gehen? Der Reiz lag in den Kernkompetenzen des Berufs und den Grenzen, die der Protagonistin gesetzt sind. Kommissare haben es leicht, an alle fallrelevanten Fakten heranzukommen. Eine Journalistin muss andere Wege gehen, um an dasselbe Wissen zu gelangen. Dafür untersteht sie keiner Dienstordnung, sieht Zusammenhänge, die auf der Basis einer ganz anderen Grundlage entstanden sind. Ich kann sie allem aussetzen, sie überall hineinschicken – in Situationen, in die ein Kommissar, eine Kommissarin nie gekommen wäre. Wie viele Bände es geben wird, das steht noch in den Sternen. Nur eines ist jetzt schon sicher: Im Hintergrund brodelt es, die dunkle Vergangenheit der Familie Arnold schiebt sich immer mehr aus der Zone des Vergessens, in die man sie sicher eingesperrt glaubte. Es wird diesen einen Band geben, der alles zum Vorschein bringen wird und alles verändern … ..
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