Kurzbeschreibung: Meine Hauptfigur Isadora Winter ist Mitte dreißig, studierte Bildhauerin, ehemalige Taxifahrerin und Mutter eines fünfzehnjährigen Sohnes. Sie betreibt seit sieben Jahren erfolgreich eine Privatdetektei in Berlin. Dass sie so erfolgreich ist, liegt daran, dass sie unglaublich geduldig ist und nie spekuliert oder bewertet, sondern die Welt um sie herum einfach passiv beobachtet. Zumindest war das bisher so: Als eines Tages Katharina Schneider ihr Büro betritt, verändert sich das – mit unheilvollen Folgen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, durch Isas Augen und mit ihrer Ruhe und Ausdauer die Menschen, denen sie begegnet, den Kriminalfall, ihre Heimatstadt Berlin und ihr Selbstbild zu betrachten. Beim Schreiben ging es mir in erster Linie darum, dieser ungewöhnlichen Frau Zeit zu geben, sich zu zeigen, sich dem Leser mehr und mehr anzuvertrauen und dennoch ihre Grenzen zu respektieren. Ich bin ihr konsequent gefolgt, wohin auch immer sie gegangen ist, selbst wenn ihr Weg sie manchmal in eine verzerrte Selbstwahrnehmung geführt hat. Dabei habe ich eine Hauptfigur erlebt, die sperrig und wortkarg sein kann und es sich und ihren Mitmenschen nicht gerade leicht macht. Auf den ersten Blick wirkt sie womöglich kühl und als würde sie sich nicht darum kümmern, was andere von ihr halten, und doch hat Isa Angst vor ihren Gefühlen und hält die Welt deshalb auf Abstand. Das reduzierte Tempo und die Leisigkeit, mit der Isa durch ihr Leben geht, haben mich gleichzeitig herausgefordert und fasziniert. Sie gaben mir die Gelegenheit, Isas Welt in ungeahnter Tiefe und Intensität zu erleben und mich meinen Figuren wirklich nahe zu fühlen. ..
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