Kurzbeschreibung: "Ja bitte?" Julius Sommerfeld öffnete die Tür. Davor stand eine zierliche Gestalt. Etwa einen Meter siebenundsechzig groß. Vielleicht auch einen Meter achtundsechzig. Julius Sommerfeld wollte sich nicht so genau festlegen, da er nicht wusste, ob die braunen Gummistiefel vielleicht über einen klitzekleinen Absatz verfügten. Was er sicher wusste, war, dass es sich um eine Frau handelte. Gelber Mantel, unter dem eine schwarz-gelb geringelte Strumpfhose hervorguckte, die kurz darunter in den Gummistiefeln verschwand. Auf dem Kopf trug sie einen Hut. Wo auch sonst? In der einen Hand einen alten Lederkoffer, über der Schulter eine größere Tasche und in der anderen Hand einen … ja, wie sollte man das beschreiben? Einen Korb? Einen Korb ohne Henkel und ohne Öffnung. Nein, so ganz stimmte das nicht. Es befand sich ein streichholzschachtelgroßes Loch an der Vorderseite. Die Frau stellte Korb und Koffer ab, streckte Julius Sommerfeld die Hand entgegen und sagte: "Honig, Elsa Honig. Die VFFDAÜKW schickt mich!" In diesem Moment flog eine Biene einmal um Frau Honigs Kopf herum und setzte sich dann gemütlich auf die Plastik-Anemone auf ihrem Hut. Dort blieb sie sitzen. Julius Sommerfeld, der mit seinem Blick der Biene gefolgt war, reagierte nicht. Und Frau Honig wiederholte – diesmal etwas langsamer und deutlicher, als hätte sie es mit einem Schwerhörigen zu tun: "Die VFFDAÜKW schickt mich!" "Die, die, die wer?", stotterte Julius Sommerfeld. Frau Honig seufzte. "VFFDAÜDKW, die Vermittlungsstelle für Familien, denen alles über den Kopf wächst!" Zwei Falten bildeten sich zwischen Julius Sommerfelds Augenbrauen. "Und was wollen Sie?", fragte er ungeduldig. "Ich bin Ihr neues Kindermädchen!" ..
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