Kurzbeschreibung: Verzweiflung. Liebe. Unvernunft. Vivian hat sich nie für eine dieser Frauen gehalten, die sich in ihren Entführer verlieben würde. Doch sobald er beinahe in einem Kampf seine Unsterblichkeit verliert, scheinen sich die Dinge zu ändern. Plötzlich ist da seine Ex, eine wunderschöne Dämonenhexe, die sich zwischen die beiden stellt. Sie fordert Silas dazu auf, zu ihr zurückzukommen, weil sie sonst über das Schicksal der Vampire entscheiden würde.Ausschnitt:Ich spüre jemanden und er ist mir dicht auf den Fersen. Seine Aura ist so greifbar und düster. Schon seit Tagen stimmt etwas nicht und ich fühle mich mit jedem meiner Schritte verfolgt und beobachtet. Es ist unheimlich und macht mir große Angst. Mein Körper erzittert und ich erschaudere. Das flackernde Licht der biederen Gasse, eine miauende Katze in der Nähe des kleinen Cafés, in dem ich jeden Morgen einen Kaffee kaufe, um der alten Lady ein wenig den Tag zu versüßen – ihr Kaffee ist ähnlich wie der im Krankenhaus: dünn und bitter. Ein Rollladen wird bleischwer heruntergelassen, sodass das Metallfensterbrett der Außenfassade ächzt, und ich verharre einen Moment, um meine Atmung wieder unter Kontrolle zu bringen.Mist.Das bilde ich mir sicher alles nur ein!All das ist nur ein dummer Scherz oder meinem Urteilsvermögen geschuldet, welches sehr unter der Sechsunddreißig-Stunden-Schicht im Krankenhaus gelitten hat. Letzten Donnerstag, ein Tag, an dem ich auch ohne mein Auto unterwegs gewesen bin, da hatte ich meinen Kollegen Haydon an meiner Seite, wodurch ich mir diese Anspannung nicht anmerken lassen musste, doch allein, in dieser einschüchternden Dunkelheit, fühle ich mich zurück in meine Kindheit versetzt. Zurück in die furchterregenden Nächte gedrängt, in denen ich mir die Decke über den Kopf gezogen habe, flach atmete und versuchte, so still wie möglich zu sein, weil etwas gegen das Fenster getrommelt hatte. Den Arm auszustrecken, um das Licht anzuknipsen, wäre zu viel des Guten gewesen, denn somit hätte ich preisgegeben, bewiesen, dass jemand in diesem Bett lag.Wie sehr ich mich gerade jetzt nach dieser Decke sehne und der Banalität, der ich zu jener Zeit ausgesetzt gewesen bin, ist noch nicht einmal in Worte zu fassen.Denn ich weiß, mich verfolgt jemand, auch wenn ich diesen Jemand nicht hören kann, so weiß ich einfach, er ist da. Er lauert mir auf und sieht mich. Meine Schritte beschleunigen wie automatisch, denn der Drang, mich in Sicherheit zu wiegen, ist unanfechtbar, ich muss nach Hause, mir die Behaglichkeit dieser Decke zu Gemüte ziehen, bevor ich anfange, in der dunklen Straße zu kreischen. Gerade will ich nichts lieber als das. Nichts lieber,als zu rennen. Allerdings habe ich keine Ahnung, ob Laufen der geeignete Weg ist, dem, was auch immer da hinter mir ist, auszuweichen.Diese Woche ist die reinste Folter für mich gewesen. Viele Patienten erlagen ihren Krankheiten, und ich konnte so gut wie nichts für sie tun, außer ihnen die Schmerzen zu nehmen. Es ist niederschmetternd gewesen und d ..
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