Kurzbeschreibung: Wie gebannt sah Hannah dem Vogel dabei zu, wie er unaufhörlich gegen ihre Fensterscheibe hackte. Was bezweckte die Krähe damit? Wollte sie zu ihr hinein? Dachte sie vielleicht, dass die Scheibe irgendwann nachgab und zerbrach? Dass sie diesem Tier eine intelligente, zielgerichtete Handlung zutraute, war erschreckend. Noch erschreckender war der Gedanke, dass das Glas tatsächlich zerspringen könnte. Vor allem weil sich nun noch eine zweite Krähe auf der Fensterbank niederließ und ebenfalls gegen die Scheibe pickte. Kurz darauf gesellte sich ein weiterer Vogel dazu, dann noch einer und noch einer. Es kamen immer mehr, bis die Gruppe so stark angewachsen war, dass sich nicht mehr sagen ließ, wie viele Tierkörper dort dicht aneinandergedrängt vor dem Fenster saßen und gemeinsam einer fragilen Glasscheibe zu Leibe rückten. Hannah wollte nicht warten und herausfinden, ob sie es schaffen würden, die Scheibe zu zerstören. Sie rannte zum Fenster und wedelte heftig mit den Armen, in der Hoffnung, so die Vögel vertreiben zu können. Tatsächlich gaben alle auf einmal Ruhe, beäugten sie interessiert, zeigten aber keinerlei Spur von Angst. Für sie war Hannah nur ein faszinierendes Wesen, vor dem sie sich nicht fürchteten. Wie auf ein Kommando setzten sie plötzlich ihr Treiben fort und widmeten sich erneut der Fensterscheibe. ..
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